9. Spieltag 14.11. TV Willstätt - DJK Singen
Singen hielt in Halbzeit 2 mit 18:16 dagegen
DJK Singen – TV Willstätt 31:37 (13:21)
In der ersten Viertelstunde war von der erwarteten Souveränität des Tabellenführers wenig zu sehen. Die Anfangsminuten waren auf beiden Seiten von zahlreichen Fehlwürfen und Abspielfehlern geprägt, nur mit dem Unterschied, dass die Hausherren gegen die agile und kompakte Abwehr der Gäste zu mehr Fehlern gezwungen wurden und mit 7:11 (16.) die Quittung kassierten. Die daraus resultierende frühe Auszeit (19.) vom Singener Coach Michael Patulea brachte ein kurzes Strohfeuer der Bären, die durch Sven Schmidt und Vladimir Stukalin zum 9:11 (20.) verkürzten. Eine Vorentscheidung zeichnete sich bereits ab, als Singen trotz Überzahlspiel (23.) drei Treffer kassierte und keinen erzielen konnte (12:18, 27.). Singen fehlte in den letzten Minuten bis zum 13:21-Halbzeitstand die spielerischen Mittel im Angriff und in der Abwehr, um sich gegen den auftrumpfenden Tabellenführer zu wehren, der nun jeden Angriff variantenreich mit Torerfolg abschloss. Eine Vorentscheidung war damit gefallen.
Im zweiten Durchgang zeigte Singen sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer ein anderes Gesicht. Die Bären gaben nie auf und kämpften unermüdlich gegen die drohende Niederlage, indem sie die Tordifferenz zumindest konstant hielten (20:28, 43.). Ein überragenden Toni Wanninger im Tor entschärfte zahlreiche Willstätter Tormöglichkeiten und die jungen Nachwuchsspieler, die nun alle zum Einsatz kamen, nutzten ihre Torchancen erfolgreich (24:31, 50.). Willstätt beschränkte sich fortwährend auf die Verwaltung des Spielergebnisses und schonte seine Spieler mit längeren Erholungsphasen auf der Bank. Insgesamt entschied Singen die zweite Hälfte mit 18:16 für sich, die damit für ihre unentwegten kämpferischen Leistungen belohnt wurden. Mehr war gegen das Klasseteam aus Willstätt nicht drin. (kpb)
DJK Singen: Zimmermann, Wanninger; Kurz (1), Wolf, Sowizdrzal (1), Schmidt (5), Kob, Domin (2), Güntert, Reuschel (4), Szüs (1), Stukalin (10/2), Soos (4/1), Lutsch (3)
TV Willstätt: Tchoumak, Schwaderer; Winogrodzki (3), Demarson (6), Ludwig, Barisas (10/1), Kroner, Gross (3), Rydz (2), Schmelzle (1), Schädler (1), Boutsavath (7/2), Finkbeiner (4).
Nichts zum Kuscheln
Bissige »Bären« verlieren gegen Willstätt
Singen (mu). Nichts zu verlieren hatten die Singener »Bären« als Schlusslicht der Handball Südbadenliga gegen den Überflieger und ungeschlagenen Tabellenführer TV Willstätt. »Das ist für uns das leichteste Spiel der Saison, denn hier treffen Handball-Welten aufeinander«, so die realistische Einschätzung von DJK-Coach Patulea. Dennoch beherzigten die »Bären« den Appell ihres Trainers, sich nicht kampflos zu ergeben und entpuppten sich im Laufe des Spiels als bissige Grizzlys statt harmloser Kuschelpandas. Das Ergebnis gab Patuleas Taktik recht: Die Niederlage fiel mit 31:37 (13:21) recht moderat aus. An der prekären Tabellensituation der Singener ändert sich aber nichts - nach neun Spieltagen tragen die Singener mit mageren zwei Punkten die rote Laterne.
Allen Abgesängen zum Trotz trumpfte einmal mehr DJK-Routinier Toni Wanninger im Tor der »Bären« in glänzender Form auf und verhinderte mit sehenswerten Glanzparaden eine deutlichere Schlappe. Zudem gab Patulea den DJK-Nachwuchstalente die Chance sich zu empfehlen. Dies nutzten besonders Dominik Domin und Tobias Lutsch, die munter und unbeschwert gegen die fast übermächtigen Favoriten aufspielten. Weniger erfreulich waren hingegen die zahlreichen technischen Fehler der »Bären« besonders in der ersten Hälfte der Partie, die den TV regelmäßig zu schnellen Torerfolgen über Tempogegenstöße einluden. Unterm Strich ging die Rechnung von Michael Patulea aber auf und seine Truppe tankte trotz Niederlage genügend Selbstbewusstsein um sich für die anstehenden drei Derbys zu wappnen. Denen sieht der DJK-Coach ganz gelassen entgegen, schließlich weiß er um den Vorteil in der Rolle als unterschätzter Underdog. Er setzt auf Improvisation, Geduld und Kreativität, denn trotz prekären Tabellensituation ist für ihn klar: »Die Bären sind noch nicht erlegt«.
Quelle: Singener Wochenblatt von Ute Mucha, 18.11.09
DJK Singen - TV Willstätt 31:37 (13:21)
In der Anfangsviertelstunde agierte die DJK Singen zur Überraschung der Zuschauerschar auf Augenhöhe mit den favorisierten Gästen, dann setzte sich der TV Willstätt mit seiner individuellen Klasse immer besser in Szene. „Auszusetzen an dieser Niederlage gibt es lediglich, dass wir die Partie ausgerechnet in Überzahl kurz vor der Pause aus der Hand gegeben haben“, kritisierte DJK-Coach Michael Patulea am Auftritt seiner Mannschaft allein die Phase, in welcher sich die Gäste über Tempogegenstöße dann scheinbar mühelos auf 18:12 absetzten (28.). „Wenn wir da die Chance nutzen, auf zwei Treffer aufzuschließen, müssen wir nicht gleich nach der Pause einem aussichtslos erscheinenden Rückstand hinterher laufen“, betonte Patulea, dem natürlich klar war, gegen diesen Gegner keine reelle Siegchance gehabt zu haben. In Hälfte zwei nutzte er dann die Chance, dem Nachwuchs Einsatzzeiten zu gewähren. „Wenn ich sie in solchen Konstellationen nicht bringe, wann dann?“, so Patulea, der vor allem Tobias Lutsch und Dominik Domin lobte, die neben dem DJK-Urgestein Toni Wanninger überzeugten. Mit einem guten Dutzend Paraden sorgte der Oldie im Tor dafür, dass die Gäste nicht die 40er-Marke knackten, sondern lediglich einen souveränen 37:31-Auswärtssieg einfuhren. (uh)
DJK Singen: Wanninger, Zimmermann (Tor); Domin (2), Güntert, Kob, Kurz (1), Lutsch (3), Reuschel (4), Schmidt (5), Sczüs (1), Soos (4/1), Sowizdrzal (1), Stukalin (10/2), Wolf. - Z: 250.
Quelle: Südkurier von Uli Haaff, 17.11.09
Gegner aus einer „anderen Liga“
DJK Singen – TV Willstätt (Samstag, 20 Uhr, Münchriedhalle)
Krasser Außenseiter ist Schlusslicht DJK Singen beim Gastspiel des Tabellenführers TV Willstätt im Münchried. Mit dem Tabellenführer TV Willstätt erwartet Michael Patuleas DJK Singen einen unbezwingbar scheinenden Gegner im Münchried.
Mit einer makellosen Bilanz von acht Erfolgen bei acht Auftritten präsentiert sich Tabellenführer Willstätt am Samstagabend im Singener Münchried. „Der TV Willstätt stellt einfach eine andere Liga dar. Was sich dort an individueller Klasse zusammen gefunden hat, dürfte durchaus in der Lage sein, auch in der Regionalliga anzutreten“, weist DJK-Coach Michael Patulea auf einen handballerischen Leckerbissen hin, der die Zuschauer erwartet. Bei der achtbaren 25:30-Pokalniederlage des TV Willstätt beim SG LVB Leipzig trat Willstätts Trainer Jürgen Brandstaeter noch mit einer eilig während der Sommerpause zusammengestellten Truppe an, die sich erst aus wenigen Trainingseinheiten kannte, was sich auch am eher zäh verlaufenden Saisonstart mit zwei knappen Siegen in Weil und Hofweier ablesen ließ. „Das waren Anfangsschwierigkeiten, die sie aber inzwischen überwunden haben“, kommentiert Michael Patulea die jüngsten Ergebnisse der Gäste aus der Ortenau. Das Kräfteverhältnis zwischen aktuellem Tabellenführer und dem Tabellenletzten aus dem Hegau dürfte also festgelegt sein, wenngleich DJK-Coach Patulea mit Blick auf die kommenden Spielpaarungen anmerkt, man wolle sich wie schon bei der Partie gegen Schutterwald „durchaus auch ein bisschen Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“ holen. Denn da folgen die Vergleiche im Bezirk gegen Mimmenhausen, Ehingen und Steißlingen, bei welchen eher die Chance bestehen dürfte, zu punkten, als beim Auftritt gegen das Top-Team der Liga. (uh)
Quelle: Südkurier, 13.11.09




