Michael Patulea tritt als Chefcoach ab

Gabor Soos übernimmt als Spielertrainer

Gabor Soos.  Der 37-jährige ehemalige ungarische Erstligaspieler übernimmt als Spielertrainer die Nachfolge von Michael Patulea.

Mit Abpfiff des Spieles gegen Freiburg stellte Coach Michael Patulea sein Amt als Trainer zur Verfügung. Die Vorstandschaft wurde von dem persönlichen Anliegen rechtzeitig im Vorfeld informiert und arbeitete an einer Nachfolge.
Durch einen Wechsel auf der Trainerposition erhofft sich Patulea, dass „ein Ruck, eine Bewegung durch die Mannschaft gehen soll“. Da in den letzten Spielen immer nur wenige Prozente fehlten, um bessere Ergebnisse zu erzielen, wünscht sich Patulea durch seinen Nachfolger „genau diese Steigerung und Konstanz freizusetzen“. „Das ist eine Maßnahme, die ich getroffen habe, für die Mannschaft, für den Verein. Wir dürfen nichts unversucht lassen, um unser Ziel den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Diese Möglichkeit besteht noch“, begründet Patulea seine Entscheidung, die er schweren Herzens getroffen hat.
Seine Nachfolge wird Gabor Soos in Personalunion als Spielertrainer übernehmen. Im zur Seite steht weiterhin Co-Trainer Matthias Knöpfle. Ganz zurückziehen will sich Michael Patulea allerdings nicht. Falls gewünscht, wird er in den nächsten Wochen sein altes Team weiterhin durch Fitness-Training in Form halten.
Der Vorstand bedauert zwar die persönliche Entscheidung von Michael Patulea sehr, respektiert aber die Gründe und möchte sich herzlich für seine Arbeit bedanken, denn die Stimmung in der Mannschaft ist, trotz der prekären Tabellensituation, weiterhin sehr optimistisch. (kpb)

Singen, 13.12.2009

 

Gabor soll’s richten

Soos folgt Patulea als Spielertrainer
»Bären« verlieren 35:40 gegen Freiburg
Bereits vor dem ersten Ballkontakt in der Südbaden-Partie gegen die HSG Freiburg herrschte Aufregung in der Singener Münchriedhalle. »Bären«-Coach Michael Patulea hatte nach der Hälfte der Saison seinen Rücktritt bekannt gegeben. Seine Nachfolge wird Gabor Soos als Spielertrainer antreten.
Dem Spiel gegen Freiburg gab der anstehende Trainerwechsel nicht den nötigen Impuls: Die DJK Singen verlor deutlich mit 35:40 (21:21) und ziert weiterhin mit mageren zwei Punkten das Tabellenende. Dabei hielten die »Bären« bis Mitte der zweiten Hälfte ganz ordentlich mit. Allerdings beeinträchtigten einige umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen und zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen den Spielfluss und verunsicherten das Team von Soos, Reuschel und Co. Überzeugende Auftritte zeigten Dominik Domin mit sieben Treffern auf Rückraum links, Sven Schmidt mit ebenfalls sieben Toren auf Rechtsaußen und Michael Kurz auf der linken Außenposition.
Mitte der zweiten Hälfte, beim Stande von 28:30, riss dann der Faden im »Bären«-Spiel. Dies nützten die Gäste aus dem Breisgau eiskalt aus und zogen auf 38:30 davon. Das verzweifelte Aufbäumen mit schnellen Toren von Singens Schmidt, Szücs und Sowizdrzal reichten nicht für den so bitter notwendigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.
Für Michael Patulea war der Einbruch der Mannschaft nach 45 Minuten typisch für diese Saison. Anfangs spiele sie oft auf Augenhöhe, verzettele sich dann aber mit Schiedsrichterentscheidungen und verliere das Wesentliche aus den Augen, so Patulea. Mit diesen Problemen wird sich nun Gabor Soos auseinandersetzen und versuchen, der Mannschaft die nötigen Impulse für den Klassenerhalt in der Südbadenliga zu geben. »Wir sind in einer schwierigen Situation«, weiß der 37-jährige Ungar, der seit 2002 im »Bären«-Trikot spielt und auf dem Feld eine tragende Rolle einnimmt. Er wird bei seiner neuen Aufgabe von erfahrenen Co-Trainern unterstützt und weiß die Mannschaft hinter sich. Und er weiß auch, dass die Verantwortung mit seiner neuen Doppelfunktion als Spielertrainer noch schwerer auf ihm liegt als bisher. Soos hofft, dass bis Februar der Knoten bei den »Bären« platzt und sie die Aufholjagd starten. Dabei drückt ihnen auch Ex-Trainer Patulea die Daumen, der sich mit diesem Wechsel das Freiwerden der letzten Reserven der »Bären« erhofft und damit den Verbleib des Traditionsvereins in der Südbadenliga.

Die Torschützen der DJK: Gabor Soos (8/4), Dominik Domin und Sven Schmidt (je 7), Michael Kurz und Tamas Szücs (je 4), Matthias Güntert und Jens Reuschel (je 2) sowie Hubert Sowizdrzal.

Quelle: Singener Wochenblatt, 16.12.09 von Ute Mucha

 

Gabor Soos, bitte übernehmen Sie!

DJK Singen – HSG Freiburg 35:40 (21:21)
Nach der erneuten Heimniederlage hat Spieler Gabor Soos bei der DJK Singen das Traineramt des zurückgetretenen Michael Patulea übernommen.
Weniger die erneute Niederlage der DJK Singen vor eigenem Publikum als vielmehr die Frage „Wer wird neuer Trainer?“ stand nach dem letzten Vorrundenspiel im Mittelpunkt des Zuschauerinteresses. Zuvor hatte sich der im Sommer kurzfristig verpflichtete Michael Patulea nochmals die Lunge aus dem Hals gebrüllt, um seinen Spielern den Weg zu den Punkten drei und vier zu weisen – vergeblich.
„Das zieht sich wie ein roter Faden durch diese Saison“, beschrieb Patulea den couragierten Auftritt der Mannschaft bei seinem letzten Auftritt. „Da hat man zunächst das Gefühl, da ist genug Feuer dahinter, um so ein Spiel zu gewinnen und dann schwächen wir uns selbst, regen uns über Schiedsrichter-Entscheidungen auf und verlieren das Wesentliche aus dem Auge“, analysierte er das Spielgeschehen, in welchem die DJK bis in die 45. Minute auf Augenhöhe agierte. Zu diesem Zeitpunkt wurde Gabor Soos wegen Schiedsrichter-Kritik für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt. Als er wieder kam, hatten die Gäste den Vorsprung zum 28:33 (47.) herausgeworfen, den sie bis zum Ende (35:40) nicht aus der Hand gaben.
„Es wäre nicht zuletzt für mich selbst ein schlechtes Gefühl, zum Saisonende die Feststellung treffen zu müssen, dass immer nur ein paar Prozentpunkte gefehlt haben, um erfolgreich zu sein. Da würde sich die Frage aufdrängen, ob nicht ein Anderer diese Prozentpunkte hätte heraus kitzeln können“, so Patulea zu seinem Rückzug. „Mir fällt es schon allein im Hinblick auf die jungen Spieler schwer, aufzuhören. Aber es geht hier nicht um mich, sondern um den Traditionsverein DJK Singen, bei welchem der Abstieg verhindert werden soll!“
Richten soll's nun Gabor Soos, der im Jahr 2002 zur DJK gestoßene 37-jährige Linkshänder im rechten Rückraum. „Wir haben vier Wochen Zeit, uns auf die Rückrunde vorzubereiten“, hofft der neue Spielertrainer spätestens im Februar auf Fortschritte, ohne dabei zuvorderst die Tabelle im Auge zu haben. „Wer absteigt, lässt sich auf Grund der Situation in den höheren Ligen noch nicht abschätzen. Vielleicht sind es drei, vielleicht sogar vier Vereine“, warnt Soos davor, den Trainerwechsel allein als Garanten für den Klassenerhalt anzusehen und fordert hundertprozentige Konzentration von Spieltag zu Spieltag. (uh)
DJK Singen: Zimmermann, Glöck (Tor); Kurz (4), Wolf, Sowizdrzal (1), Funke, Schmidt (7), Soos (8/3), Kob, Domin (7), Güntert (2), Reuschel (2), Szücs (4), Lutsch. – Z: 150.

Quelle: Südkurier, 15.12.09

 

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