Die Geschichte der DJK Singen Abtl. Handball

Jahre des Aufbaus

Bereits im Jahre 1957 wurde der Spielbetrieb in der Hallensaison mit einer A-Jugend inoffiziell aufgenommen. Am 15. April 1958 fand die Gründungsversammlung der Handballabteilung in der Unterkirche St. Josef statt, welche durch Vikar Bernhard Adler einberufen wurde. An dieser Versammlung waren erstaunliche 35 Mitglieder anwesend. Der Aufnahmeantrag, den Vikar Adler persönlich beim Südbadischen Handballverband e.V. in Freiburg abgab, wurde am 13. Juni 1958 angenommen und bestätigt. Somit waren die Handballer der DJK Singen ab diesem Tag Mitglied im SHV.
Im Frühjahr 1958 wurde eine Männer- und zwei Jugendmannschaften gebildet und bereits im ersten Jahr gab es Erfolge: Die 1. Mannschaft erreichte den Aufstieg von der 3. in die 2. Hallenliga, beide Jugendmannschaften erreichten die Vizemeisterschaft. Im gleichen Jahr übernahm Karl Klaiber die Leitung der Handballabteilung von Klaus Walter.
Es folgten Jahre des Aufbaus und der stetigen Aufwärtsentwicklung. Die ersten Spieler nahmen an Ausbildungslehrgängen der Sportschule Steinbach teil. 1960 wurde die 1. Mannschaft nach einem 10:7 Endspielsieg gegen die DJK Villingen Südbadischer DJK-Meister. Bemerkenswert war, dass dieses Spiel im Hohentwiel-Stadion stattfand. 1961 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse (Feld). 1962 löste Werner Jockers den bisherigen Abteilungsleiter Karl Klaiber ab und Rolf Knöpfle wurde Diözesan-Handball-Fachwart. 1964 wurde Alfred Klaiber als Frauenwart des Südbadischen Handballverbandes gewählt.
Es wurde der Grundstock für die beliebten Turniere beim Hegau-Gymnasium gelegt. Ergänzend ist zu vermerken, dass die Spielfeldmarkierungen von den Spielern mit Pinsel aufgetragen wurden, welche noch jahrelang zu sehen waren. Der Platz, auf dem gespielt wurde, war Asphalt.

 

Vergrößerung der Handballfamilie

1966 wurde die 1. Mannschaft mit 16:0 Punkten und einem Torverhältnis von 148:52 Toren überlegener Meister in der 2. Hallenliga. Damit war der Aufstieg in die höchste Hallenliga des Bezirks Hegau-Bodensee erreicht. Zur Meistermannschaft gehörten: Alois Scharmann, Heinz Kist, Armin Wenger, Bernd Tosch, Gerhard Sczuka, Klaus Schellinger, Rolf Stihl, Karl-Heinz Kech, Rolf Knöpfle, Benedikt Wissert und Norbert Walter. Trainer war Ernst Ramm, der erst vor Saisonbeginn verpflichtet wurde. Im gleichen Jahr spielte erstmals eine Damenmannschaft. 1967 umfasste die DJK-Handballabteilung inzwischen zwei Herren-, eine Damen- und sechs Jugendmannschaften. Damit gehörte die DJK Singen zu den größten Handballabteilungen im Südbadischen Handballverband. Die Erfolge der 1. Mannschaft hielten an. In der Hallensaison 1967/68 gewann man nach dramatischem Spiel die Bezirksmeisterschaft gegen den FC Radolfzell und erreichte damit die Aufstiegsrunde zur höchsten südbadischen Spielklasse (Verbandsliga). In einem Entscheidungsspiel gegen den TV Hauingen in der Meßkircher Stadthalle wurde nach einem unerwarteten 17:9 Sieg der Aufstieg perfekt gemacht. Nachdem in Singen keine geeignete Halle zur Verfügung stand, konnte nach mühevollen Verhandlungen erreicht werden, dass die DJK Singen vorübergehend in der Gottmadinger Eichendorffhalle spielen durfte. Der DJK-Bundesverband verlieh der 1. Mannschaft die Sporturkunde für hervorragende sportliche Leistungen am 18.5.1968. Trotz guter Leistungen musste die 1. Mannschaft nach einjähriger Zugehörigkeit in der Verbandsliga wieder den Weg in die neugeschaffene Landesklasse antreten. Die C-Jugend wurde Bezirks- und Südbadischer Meister. In eigener Regie wurde 1969 eine Kleinfeldrunde gespielt. Beim erstmals durchgeführten Hohentwiel-Sportfest wurde der Wanderpreis von Gustav Kellhofer gewonnen. Die Damenmannschaft stieg mittlerweile in die Verbandsliga auf. In der Hallenrunde 1969/70 erreichte die 1. Mannschaft den 5. Platz. 1970 gab es erstmals vom Bezirk organisierte Kleinfeldspiele, bei denen die DJK-Mannschaften jeweils vordere Plätze belegten. Ein dritter Platz beim Hohentwiel-Sportfest rundete das Jahr 1970 ab.

 

Aufstieg in die Oberliga

1970/71 gelang der Sprung in die neugeschaffene Hallen-Handball-Oberliga durch die 1. Mannschaft nach einem 20:17 Sieg über den Mitkonkurrenten TV Meissenheim. Durch einen 17:13 Sieg gelang es der 2. Mannschaft den TV Meßkirch auf den zweiten Tabellenplatz zu verweisen und damit in die höchste Spielklasse des Bezirks aufzusteigen. B- und C-Jugend wurden Bezirksmeister, die A-Jugend belegte den zweiten Platz und erstmals spielte eine 3. Herrenmannschaft für die DJK Singen. Gegen Grasshoppers Zürich wurde die Kleinfeldanlage bei der Johann-Peter-Hebelschule am 24.4.1971 feierlich eingeweiht. Die 9:16 Niederlage ließ sich verschmerzen. 1971 trat noch eine vierte Mannschaft in Aktion. Die Kleinfeldrunde wurde mit vier ersten und zwei zweiten Plätzen sehr erfolgreich abgeschlossen. Im gleichen Jahr wurde erneut der Wanderpokal beim Hohentwielsportfest gewonnen.

 

Münchried-Sporthalle

Am 15. Oktober 1971 ging ein Wunschtraum in Erfüllung: an diesem Tag übergab Oberbürgermeister Friedhelm Möhrle die Münchried-Sporthalle dem Singener Sport. Damit wurden langjährige Bemühungen der DJK-Handballabteilung, die seit 1967 Vorschläge zum Bau einer Sporthalle unterbreitet hatte, von Erfolg gekrönt. Die erste Oberliga-Saison auf heimischem Boden brachte den guten 3. Platz. Die C-Jugend und die „Alten Herren“ wurden Bezirksmeister.

 

Erfolge bei internationalem Turnier

1972 trat die DJK Singen in das Rampenlicht der internationalen Handballwelt: Am 7. und 8. Januar 1972 wurde in der Münchried-Sporthalle ein Turnier mit den Nationalmannschaften der UdSSR, Dänemark, Schweiz und Tunesien veranstaltet. Zu einem Glanzpunkt in der Geschichte der DJK Singen wurde der 9. Januar. In einem hochklassigen Spiel gelang gegen die Nationalmannschaft von Tunesien ein sensationeller 24:23 Erfolg. Aufgrund des großartigen Erfolges wurden weitere Turniere veranstaltet. Am 25./26.3.1972 wurde erstmals um den „Klaus-Peter-Bernecker-Pokal“ gespielt, der vom Deutschen Meister TV GroßwalIstadt gewonnen wurde. Platz 2 belegte der TuS Schutterwald vor der DJK Singen und Grasshoppers Zürich. Am 16. September 1972 gewann Gelb-Schwarz Schaffhausen ein weiteres Turnier vor Grasshoppers Zürich, DJK Singen und Racing Straßburg. Acht Tage später kam es zur Europapokalrevanche zwischen dem VfL Gummersbach und dem jugoslawischen Meister Partizan Bjelovar. Die Truppe um Hansi Schmidt, der am gleichen Tag seinen 30. Geburtstag feierte und von dem DJK-Vorsitzenden Kurt Minder besonders geehrt wurde, gewann mit 11:10 Toren. Die DJK Singen unterlag Gummersbach mit 5:15 Toren und Bjelovar mit 4:13 Toren. Gegen den mehrfachen Europapokalsieger Steaua Bukarest gab es am 13.12.1972 eine ehrenvolle 34:18 Niederlage.
In der Hallenrunde gelang der B-Jugend und der 4. Mannschaft die Bezirksmeisterschaft.
Beim DJK-Bundessportfest vom 8.-11.6.1973 in Münster erreichte die 1. Mannschaft den 3. Platz, der von der Stadt Singen im Januar 1974 anlässlich der Sportlerehrung mit der Sportplakette in Bronze gewürdigt wurde. Zusätzlich landete die A-Jugend auf Platz Fünf.
Zusammen mit dem StTV Singen wurde am 27.10.1973 das Hallen-Handball-Länderspiel der Frauen zwischen Deutschland und Rumänien ausgerichtet. Die B-, C- und D-Jugend wurde Bezirksmeister, außerdem errangen die B- und C-Jugendlichen in der Saison 1973/74 die Südbadische Vizemeisterschaft. Die 1. Mannschaft musste mit einem Platz im unteren Tabellendrittel zufrieden sein. Am 23.2.1974 hatte die DJK Singen den ehrenvollen Auftrag, das Länderspiel Deutschland gegen Spanien auszurichten, das mit einem 18:14 Sieg der deutschen Mannschaft endete. Ab der Saison 1974/75 spielte die A-Jugend in der Südbadischen Jugendliga. Die 1. Mannschaft verhinderte nur knapp den Abstieg.

 

FICEP-Meisterschaften

Vom 8. - 10. Mai 1975 wurden in Singen die FICEP-Meisterschaften (Internationaler Dachverband der Katholischen Sportverbände) ausgetragen. Teilnehmer waren die Mannschaften aus der Schweiz, Holland, Spanien, Österreich sowie die deutsche DJK-Vertretung. Bei den Männern siegte die deutsche DJK-Vertretung mit unseren Spielern Herbert Lohmüller (Tor), Kurt Alpert und K.-H. Kech im Endspiel gegen die Schweiz mit 17:12 Toren. Sieger bei den Damen wurde Holland. Bei den Kleinfeldrunden wurde mit allen Mannschaften erfolgreich teilgenommen. Die Hallensaison 1975/76 brachte das große Zittern. Nur mit Glück und Dank des Aufstiegs von Meissenheim konnte die 1. Mannschaft weiterhin in der Oberliga bleiben. Die 2. Mannschaft wurde Vizemeister in der Bezirksklasse, die C-Jugend und 4. Mannschaft wurden Bezirksmeister. ln der Kleinfeldrunde 1976 wurde die 1. Mannschaft Erster in der Bezirksklasse und damit Aufsteiger in die Kleinfeldliga Hegau-Bodensee. Die AI-, AII- und BI-Jugend-Mannschaften wurden jeweils Bezirksmeister.
Die Hallenrunde 1976/77 brachte für die 1. Mannschaft den 6. Platz in der Oberliga. Die BI-Jugend belegte den 1. Platz in der Leistungsstaffel, schied aber in der Vorrunde um die südbadische Meisterschaft aus. Am 9. Januar 1977 nahmen die UdSSR und Steaua Bukarest am Neujahrsturnier teil, die DJK belegte immerhin den 3. Platz.
In der Hallenrunde 1977/78 erreichte die DJK den 11. Tabellenplatz, musste allerdings aufgrund des Abstiegs von Meissenheim aus der Regionalliga ebenfalls als drittletzter absteigen. Die BI-Jugend wurde Meister in der Leistungsstaffel und kämpfte sich bis ins Endspiel um die Südbadische Meisterschaft vor. Gegen den TB Kenzingen verlor man mit 24:25 Toren denkbar knapp. Die CI-Jugend wurde ebenfalls Erster im Bezirk, bei den weiteren Spielen um die Südbadische Meisterschaft schied man allerdings nach einem Sieg und einer Niederlage aus.
In den Kleinfeldrunden 1978 wurden die 2. Mannschaft sowie die AI-, und CI-Jugend jeweils Meister ihrer Staffeln. Neben der Teilnahme am Neujahrsturnier 1979 war in diesem Jahr das Vordringen der 1. Mannschaft in die südbadische Pokalrunde besonders bemerkenswert, denn das erste Verbandsligajahr brachte nur den enttäuschenden 8. Platz. Der erhoffte Wiederaufstieg blieb allerdings aus. Die C-Jugend als Bezirksmeister schied schon in der Vorrunde zu den Südbadischen Meisterschaften aus. Alle anderen Mannschaften - es waren mittlerweile 10 - spielten in diesem Jahr mit mäßigen Erfolgen. Zu erwähnen wäre noch der 3. Platz der A-Jugend in der Südbadischen Jugendliga.
Bei einem Freundschaftsturnier am 2.9.1978 beim LC Heerbrugg/Schweiz konnte die 2. Mannschaft den Turniersieg für sich verbuchen. Es wurde schon jahrelang mit Heerbrugg freundschaftlich verkehrt, denn unser Gründungsmitglied Lothar Schaller hatte sich beruflich in die Schweiz verändert und organisierte diese Spiele.
Höhepunkt des Vereinsjahres war wiederum das Neujahrsturnier am 7.1.1979 mit den Mannschaften UdSSR, Steaua Bukarest, Stadtauswahl Berlin und der DJK Singen.

 

Ab- und Aufstieg der 1. Mannschaft

Aus verschiedenen Gründen hatte die 1. Mannschaft auch 1980 erhebliche Probleme und konnte schließlich mit einem 11. Platz in der Verbandsliga den Abstieg in die Landesliga nicht verhindern. Das beste Ergebnis anderer Mannschaften war die Bezirksmeisterschaft der 3. Mannschaft in der Kreisklasse A.
Auch 1980 fand ein Neujahrsturnier des SHV in Singen mit den Mannschaften Schweiz, CSSR, Tatabanja und der DJK Singen statt. 1981 war wieder ein Jahr des Zitterns. Nur durch einen kräftigen Schlussspurt konnte die 1. Mannschaft in der Landesliga einen 7. Platz erreichen, womit ein weiterer Abstieg verhindert werden konnte. Zu erwähnen wäre noch die Bezirksmeisterschaft der 4. Mannschaft in der Kreisklasse B des Bezirks Hegau-Bodensee, ebenso der 3. Platz der A-Jugend in der Landesliga hinter Brombach und Kenzingen. Alle anderen Mannschaften belegten in der laufenden Runde Mittelplätze; waren aber bei einigen Turnieren (A und B-Jugend beim StTV Singen, C-Jugend in Langenargen, 1. Mannschaft in Tiengen, A-Jugend in Tuttlingen mit jeweiligen Turniersiegen) um so erfolgreicher.
Beim 10. Neujahrsturnier im Januar 1981 besiegte die DJK sensationell den Bundesligisten Frisch Auf Göppingen mit 6:5 Toren.
Die 1. Mannschaft belegte in der Spielzeit 1981/82 den 4. Platz, die A-Jugend wurde 3. in der Landesliga. Meister in der Kreisklasse B unseres Bezirks wurde unsere 4. Mannschaft.
Im Oktober 1983 feierte die Abteilung ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festabend im Hotel „Widerhold“ und weiteren Treffen für alle Mitglieder. Das Jubiläumsjahr 1983 bescherte der 1. Mannschaft einen enttäuschenden 8. Platz.
Die A-Jugend holte sich beim DJK-Landessportfest in Bad Säckingen den Titel und wurde somit Baden-Württembergischer DJK Meister 1983.
Die 1. Mannschaft musste 1984 erneut in den sauren Apfel des Abstiegs in die Bezirksklasse beißen. Nach einem Jahr gelang jedoch der Wiederaufstieg in die Landesliga. Die Mannschaft blieb bis zum Beitritt zur HSG Singen/Gottmadingen in dieser Spielklasse. Nach dem Zusammenschluss „firmierte“ die Mannschaft als HSG Singen/Gottmadingen 2 in der Landesliga Süd. In der Saison 1994/95 musste sie allerdings unglücklich absteigen und schaffte erst 1997/98 den Wiederaufstieg .
Ab der Saison 2004/2005 wurde die Oberliga Südbaden umbenannt in Südbaden-Liga.

 

Erfolge der Jugend-Mannschaften

Erfreulich waren zuletzt einige Erfolge der Jugend-Mannschaft. 1983 wurde die E-Jugend und 1985 die D-Jugend südbadischer Meister. 1986 wurde die C-Jugend südbadischer Vizemeister. Die A-Jugend spielte bis zu ihrem Abstieg 1984 jahrelang in der südbadischen Jugendliga. Mehrere Jugendspieler verschiedenen Alters wurden in den letzten Jahren auch in südbadische Auswahl-Mannschaften berufen. 1988 erreichte die B-Jugend unter der Führung von Gerhard Sczuka und Hans-Peter Knoll die Südbadische Meisterschaft gegen den TuS Schutterwald. Erst in der nächsten Runde war gegen den TSV Birkenau Endstation. 1989 wurde die A-Jugend Vierter bei den Südbadischen Meisterschaften, und die B-Jugend gewann in Dortmund das DJK-Bundessportfest.
Zu Pfingsten 1991 wurde in Singen das DJK-Landessportfest Baden-Württemberg in den verschiedenen Sportarten ausgetragen, wobei die Leichtathleten im Münchriedstadion ihre Wettkämpfe durchführten und die Handballer und Basketballer in der Münchriedhalle ihre Spiele austrugen.
Auf dem Waldeck- und Ziegeleisportplatz waren die Fußballer, in der Kreissporthalle die Volleyballer, in der Hardt-Turnhalle die Badmintonspieler, auf den Tennisplätzen in der Stadt die Tennisspieler am Werk. Ferner waren die Kegler und Tischtennisspieler ebenfalls im Einsatz. All dies wurde zentral im Friedrich-Wöhler-Gymnasium koordiniert. Als sportlicher Leiter fungierte Rolf Knöpfle (links) und wurde vom damaligen Diözesanvorstand der Diözese Freiburg Karl-Heinz Landsche (rechts) mit einem Zinnteller geehrt.

 

Absage des internationalen Neujahrsturniers und Au

1986 wurde in der Singener Münchriedsporthalle zum letzten Mal ein internationales Turnier durchgeführt. Die Fortsetzung dieses Turniers wurde nicht mehr vorangetrieben, da die Ansprüche und Gagenforderungen der Mannschaften immer höher und damit ohne Sponsoren unerfüllbar wurden. Lediglich einige Länderspiele wurden noch in Singen ausgerichtet, so z.B. am 20.7.84, 12.12.1987 und 14.03.1992 jeweils mit den Partien Deutschland - Schweiz. Das Spiel 1992 war gleichzeitig als Vorbereitung zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft angesetzt.
Anstelle des bekannten Neujahrsturniers gab es am 6.1.1987 eine Premiere. Die DJK-Mitglieder führten ihr eigenes Stadtteil-Turnier durch. Spielberechtigt waren alle Spieler ab der B-Jugend. Dieses Turnier fand soviel Anklang, dass 1996 das 10-jährige Bestehen gefeiert werden konnte. Seit dem Jahr 2002 sind auch die Damen und Jugendspielerinnen integriert, wobei bei einem weiblichen Tor dieses immer doppelt zählt.
Dieses Turnier besteht ununterbrochen, denn wir konnten in unserem Jubiläumsjahr 2008 bereits das 22. Turnier durchführen. Die Turniersieger sind in der Regel immer unterschiedlich. Lediglich in den letzten zwei Jahren konnte die Mannschaft Rielasingen-Worblingen hintereinander gewinnen.
Anno 1989 wurde der Hohentwiel-Cup ins Leben gerufen. Zu Beginn nur für Herren-, Damen- und AH-Mannschaften gedacht, wurde das Turnier um verschiedene Jugend-Mannschaften erweitert. Gespielt wurde auf Rasenplätzen in und um das Münchriedgelände. Das Turnier bildete einen so hohen Stellenwert in der Region, dass bereits 1996 ein Melderekord von 100 Mannschaften erzielt werden konnte. 1998 wurde der Hohentwiel-Cup zum 10. Mal ausgetragen.
Im Jahre 2002 entschloss man sich sämtliche Jugendklassen im September in der Halle spielen zu lassen. Ab 2003 wurde der Hohentwiel-Cup dann für alle Mannschaften als Vorbereitungsturnier in die Halle verlegt, damit man den Wetterkapriolen aus dem Wege ging und die nicht vermeidbaren Begleiterscheinungen minimiert wurden. Jeweils im September werden mittlerweile an einem Wochenende die Turniere der Herren- und Damenmannschaften ausgetragen. An einem weiteren Wochenende sind dann alle Jugendmannschaften im Einsatz und küren ihre Sieger.
Ein Novum gab es 2007, denn der TV Pfullendorf konnte als erster und bisher einziger Verein, den Herren- und den Damenpokal für ein Jahr nach Hause nehmen
Den 20. Hohentwiel-Cup „Manfred Haberstroh Gedächtnis-Turnier“ konnten wir in unserem Jubiläumsjahr 2008 begehen, der von den Herren der DJK Singen II gewonnen wurde. Es waren 87 teilnehmende Mannschaften aus 26 Vereinen am Start.
Es gab auch vom Bezirk Hegau-Bodensee um die Fastnachtszeit ein Turnier (etwa seit 1989) Sie-33/Er-44, welches auch einige Male von uns ausgerichtet wurde. Dieses Turnier wurde seinerzeit von Helmut Löw vom TV Konstanz ins Leben gerufen und wurde nach seinem Tode 2001 in „Helmut Löw Gedächtnis-Turnier“ umgewandelt. Das letzte Turnier fand am 14.2.2004 bei uns in der Münchriedsporthalle statt, wobei der erstmals vergebene Wanderpokal durch den Sieg an die DJK Singen ging. Leider fand bisher kein Turnier mehr statt, da zu wenig Mannschaften sich daran beteiligen wollen. Der Pokal ist seither in unseren Händen.
Am 13.2.2008 haben wir die 1. Mini-WM für Grundschulen in der Münchriedsporthalle durchgeführt. Die Mannschaften wurden mit T-Shirts mit den jeweiligen Landesfarben und Namen ausgestattet. Gesponsert wurden die T-Shirts von der Sparkasse Singen/Radolfzell, wobei die Jugendlichen die Trikots behalten durften. Beim Einmarsch wurde für jedes teilnehmende Land die Nationalhymne gespielt. Es war ein großes Fest für die Kleinen.
Der Südkurier titelte am 14.2.2008 „Ganz wie die Großen“. Die Welt war zu Gast in Singen.

 

Beitritt zur HSG Singen/Gottmadingen

Im Mai 1992 gab es eine entscheidende Veränderung bei der Handball-Abteilung; sie trat der Handball-Spielgemeinschaft Singen/Gottmadingen bei. Diese wurde bisher gebildet von dem TV Gottmadingen und dem StTV Singen. Da die HSG sportlich die DJK überflügelt hatte, somit Werbeeinnahmen und bessere Spieler auf sich vereinigen konnte, erschien allen Mitgliedern ein Beitritt mehr als logisch. Der Beitritt betraf allerdings nur den Spielbetrieb, das eigene Vereinsleben wurde davon nicht betroffen. Die HSG schaffte den Sprung bis in die Regionalliga und musste allerdings wieder in die Oberliga zurückkehren.
Aufgrund finanzieller Probleme bei der HSG Singen/Gottmadingen, setzte man ab 1996/97 verstärkt auf eigene Jugendspieler. Ein großer Erfolg gelang der A-Jugend in der Saison 1997/98. Sie wurde Südbadischer Meister gegen den TuS Altenheim und musste erst gegen den TV Pfullingen die Segel streichen. Auch die 2. Mannschaft der HSG hatte eine erfolgreiche Saison; mit 38:2 Punkten wurde der Aufstieg in die Landesliga Süd vollbracht. In den weiteren Jahren war man in der Landesliga Süd beheimatet. Die HSG Singen/Gottmadingen wurde per 1.6.2001 wieder aufgelöst. Der Platz in der Oberliga Südbaden wurde von unserer 1. Mannschaft übernommen.



Platzierungen:
1992/93 Regionalliga 10. Platz; 2. Mannschaft Landesliga 4. Platz
1993/94 Regionalliga 6. Platz; 2. Mannschaft Landesliga 4. Platz
1994/95 Regionalliga 10. Platz; 2. Mannschaft Abstieg aus Landesliga
1995/96 Regionalliga 12. Platz und Abstieg in Oberliga Südbaden
1996/97 Oberliga Südbaden 2. Platz
1997/98 Oberliga Südbaden 3. Platz,
2. Mannschaft Aufstieg in Landesliga,
A-Jugend männlich 1. Platz Südbadische Meisterschaft
1998/99 Meister Oberliga Südbaden (HSG Singen/Gottmadingen)
1999/2000 Regionalliga
2000/2001 Abstieg aus der BWOL in die Oberliga und Auflösung der HSG Singen-Gottmadingen
Aufbau des eigenen Spielbetriebs für die Saison 2001/02


 

Die DJK ging wieder eigene Wege

In der Saison 2001/2002 nach der Auflösung der HSG Singen/Gottmadingen haben in der Oberliga Südbaden die 1. Mannschaft (9. Platz), sowie A-Jugend männl. (8. Platz) und B-Jugend männl. (9. Platz) gespielt. Die restlichen Mannschaften 2./3./Damen und die anderen Jugendmannschaften waren in den Ligen im Bezirk Hegau-Bodensee eingeteilt.
Die Saison 2002/2003 sah schon wieder etwas besser aus, denn die 1. Mannschaft wurde in der Oberliga 3., die B-Jugend männlich 7. und die A-Jugd-männl. sowie die B-Jgd.-weiblich kamen im Bezirk auf Platz 2. Die anderen Mannschaften lagen im Mittelfeld.
Die Saison 2003/2004 war sehr erfreulich, denn die 1. Mannschaft konnte in der Oberliga den 1. Platz belegen und war somit in die Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) aufgestiegen. Die B-Jugend männl. spielte ebenfalls in der Oberliga und wurde auf Platz 7 geführt. Alle anderen Mannschaften belegten in den Bezirks- oder Kreisklassen Plätze 2 bis 10.
In der Saison 2004/2005 belegte die Erste in der BWOL den rettenden 13. Platz und musste nicht absteigen, da alle südbadischen Vertreter der BWOL den Aufstieg in die Regionalliga schafften.
Die 2. Mannschaft wurde mit dem schlechteren Torverhältnis nur 2., sonst wäre man in die Landesliga Süd aufgestiegen. Die restlichen DJK-Mannschaften belegten in den Bezirks- oder Kreisklassen die Plätze 2 bis 8.
In der Saison 2005/2006 spielte die 1. Mannschaft glücklos im 2. Jahr in der BWOL. Die Endplatzierung auf Platz 16 bedeutete den Abstieg in die umbenannte Südbaden-Liga. Einen Aufstieg gab es zu melden, denn die 2. Mannschaft konnte die Saison siegreich beenden und in die Landesliga Süd aufsteigen. Die B-Jugend weiblich spielte in der Oberliga und belegte Rang 3. Abstieg auch für die 3. Mannschaft von der Kreisklasse A in die KKB. Die anderen Jugendmannschaften belegten Plätze 1 bis 5.
In der Saison 2006/2007 landete die 1. Mannschaft auf Platz 8 in der Südbadenliga. Die A-Jugend weiblich wurde 5. in der Südbadenliga. Die 2. Mannschaft wurde nur 12. in der Landesliga Süd und musste nach einem Jahr wieder in die Bezirksklasse absteigen. Den Jugendmannschaften gelangen die Plätze 1-5 im Bezirk.
Der 12. Platz für die 1. Mannschaft in der Südbadenliga 2007/2008, mit dem besseren Torverhältnis gegenüber dem HTV Meißenheim, bedeutete erst im Endspurt den nervenaufreibenden Klassenerhalt. Die A-Jugend weiblich belegte in der Südbaden-Liga Platz 5. Den 1. Platz belegten gleich drei Teams: die Damen in der Kreisklasse, die D-Jgd. männlich sowie die B-Jugend männlich in ihren Bezirksklassen.

Platzierungen:
2003/04 Meisterschaft der DJK Oberliga Südbaden - Herren 1 und Aufstieg BWOL
2004/05 BWOL 13. Platz
2005/06 Herren I 16. Platz in der und Abstieg in Südbadenliga
Herren 2 - Meister Bezirksklasse Hegau-Bodensee
Damen - Meister Kreisklasse Hegau-Bodensee -
B-Jugend weiblich - 3. Platz Südbadenliga
2006/07 Südbadenliga 8. Platz
2007/08 Südbadenliga 12. Platz
2008 50 Jahre DJK Singen Abteilung Handball

 

Verdiente Mitarbeiter des Vorstandes

Bei der Jahreshauptversammlung 1987 trat Manfred Haberstroh in die Fußstapfen von Werner Jockers als Abteilungsleiter. Jockers stand 25 Jahre ununterbrochen an der Spitze der Handball-Abteilung und wurde als Ehrenmitglied ernannt. Am 21.01.1994 erhielt Rolf Knöpfle des Sportehrenbrief der Stadt Singen für das Jahr 1993. Er bekam damit die höchste Auszeichnung der Stadt Singen für seinen jahrelangen Einsatz
in der DJK Singen und in verschiedenen überregionalen Gremien, z.B. Diözesan-Handballwart seit 1961; 10 Jahre Bezirksjugend und -Spielwart.
Am 12.6.1994 verstarb Manfred Haberstroh nach langer Krankheit und riss ein großes Loch in die DJK-Familie. Seine Nachfolge trat Rudi Stehle an, welcher ab 1987 bereits 2. Abteilungsleiter war. Ferner war er 10 Jahre Mitglied im Bezirks-Fachausschuss als Staffelleiter der Kreisklassen.
In Erinnerung an Manfred Haberstroh erhielt der Hohentwiel-Cup ab 1995 den Zusatz „Manfred Haberstroh Gedächtnis-Turnier“.
Seit 1.1.1993 ist Matthias Knöpfle als Kassier für die Handballabteilung tätig. Zwischenzeitlich von 1990 - 2005 hat er auch die Hauptkasse der DJK Singen geführt.
Tamara Mock hat von Rudi Stehle im Jahre 2001 das Amt Staffelleiter der Kreisklassen der Herren übernommen und bekleidet aber im Moment das Amt Staffelleiter von einigen Jugendklassen im BFA. Rolf Knöpfle ist schon seit 2000 Beisitzer im erweiterten Präsidium des Südbadischen Handballverbandes.

 

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